Do 16.11. 14 00
  • ZAR UND ZIMMERMANN | Ensemble | Dorit Gätjen
  • ZAR UND ZIMMERMANN | Ensemble | Dorit Gätjen
  • ZAR UND ZIMMERMANN | Anton Keck und Grzegorz Sobczak | Dorit Gätjen
  • ZAR UND ZIMMERMANN | Ensemble | Dorit Gätjen
Geschlossene Veranstaltung
Zar und Zimmermann
Oper von Albert Lortzing
  • Musikalische LeitungGerrit Prießnitz
    InszenierungAnja Nicklich
    AusstattungAntonia Mautner Markhof
    ChoreografieKatja Taranu
    ChoreinstudierungJoseph Feigl
    DramaturgieBogna Grazyna Jaroslawski
  • Peter I., Zar von Russland, als Peter MichailowGrzegorz Sobczak
    Peter Iwanow, ein junger Russe, ZimmermannsgeselleJames J. Kee
    van Bett, Bürgermeister von SaardamOliver Weidinger
    Marie, die hübsche Nichte des BürgermeistersKatharina Kühn
    General Lefort, russischer GesandterOlli Rasanen
    Lord Syndham, englischer GesandterSteffen Rössler
    Marquis von Chateauneuf, französischer GesandterMatthew Peña
    Witwe Browe, ZimmermeisterinJasmin Etezadzadeh
    Ein OffizierTim Grambow
    Ein RatsdienerMarco Geisler, Victor Sudmann
    Ein BrautpaarTänzerin und Tänzer der Tanzcompagnie
    Der junge ZarAnton Keck
    Polizisten, Taucher, RatsdienerStatisterie
    Zimmerleute, Offiziere, Matrosen, Magistratsbeamte, Einwohner von SaardamOpernchor des Volkstheaters, Tanzcompagnie des Volkstheaters
    Norddeutsche Philharmonie Rostock
16.11. 14 00
Großes Haus
ausverkauft
In seiner Spieloper ZAR UND ZIMMERMANN gelingt Albert Lortzing 1837 bei der Uraufführung in Leipzig eine, musikalisch betrachtet, fein erdachte Groteske voller dramatischer Situationskomik: Zar Peter I. arbeitet inkognito als Zimmermannsgeselle unter dem Namen Peter Michailow auf der Schiffswerft in Saardam und freundet sich mit dem Zimmermannsgesellen und Deserteur Peter Iwanow an. Der Bürgermeister van Bett erfährt, dass sich Zar Peter I. in seiner Stadt aufhalten soll, gelangt aber zur falschen Auffassung, dass es Peter Iwanow sei. Die Verwicklung um die Identitätsfrage, welcher der richtige Peter sei, wird von Lortzing humoresk erweitert, indem er so gut wie jeden Arbeiter auf der Werft Peter nennt und plötzlich den englischen, französischen und russischen Botschafter mit jeweiligen Befehlen auftreten lässt.
Die Zimmermannsepisode basiert auf dem beinahe operettenhaften Lebensabschnitt von Zar Peters des Großen, der 1697/98 namenlos in "diplomatischer Mission" durch Europa reiste. Schon zuvor hatte der beliebte Stoff Opern geliefert, darunter zu solchen von Grétry und Donizetti. Seinem eignen Libretto hatte Lortzing eine deutsche Fassung des französischen Stücks "Le Bourgmestre de Sardam, ou Les Deus Pierres" zugrunde gelegt. Die Oper verbreitete sich schnell über die Bühnen, drang sogar vereinzelt ins Ausland, wobei man das Werk in Russland "Flandrisches Abendteuer" nannte, da ein Zar nicht auf der Bühne erscheinen durfte. Anstelle Peters I. ließ man Kaiser Maximilian auftreten.

Video: Matthias Spehr, David Schultes und Quynh Hoang (Institut für neue Medien)
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