So 24.09. 16 00
  • Sandra-Uma Schmitz als Trixi von Adler | Dorit Gätjen
  • Sandra-Uma Schmitz als Trixi von Adler | Dorit Gätjen
  • Sandra-Uma Schmitz als Trixi von Adler | Dorit Gätjen
Trixi von Adler
Eine Stückentwicklung von Sandra-Uma Schmitz und Christof Lange
24.09. 16 00
Ateliertheater
Die Bundestagswahl steht an und Trixi von Adler, Frontfrau einer populistischen Partei namens "Aufruf völkischer Deutsche" entwirft eine Rede. Episch soll diese klingen, bedeutungsvoll und dankbar, denn sie erwartet den Wahlsieg. Schließlich lautet die Prognose, ihre Partei könne bald zweitstärkste Kraft im Bundestag sein. Hoch oben in ihrer schicken Loftwohnung und ziemlich weit weg vom Durchschnittsbürger gestaltet sie – wenn auch nur auf dem Papier – deshalb schon einmal die politische Landschaft um: ohne Migranten, ohne Homosexuelle, ohne Ehe für alle und erst recht ohne Flüchtlinge. Denn Trixis politische Ziele sind nicht Menschlichkeit und Anteilnahme, sondern geschlossene Grenzen, nationalistische Abschottung und das Comeback der Deutschen Hausfrau. Sie selbst passt allerdings nicht so ganz zu diesen Zielen: in der Küche versagt sie, Familie ist gar nicht ihr Ding, Kinder hasst sie, ihren Goldfisch "Goldi" mag sie mehr als den eigenen Mann und zu allem Überfluss liebt die konservative Parteivorsitzende auch noch Döner mit extra scharfer Sauce.
Ein Stück über eine Person voller Widersprüche, der zum Lachen und Nachdenken anregt.
ZURÜCK