Einige Nachrichten an das All
Wolfram Lotz
  • InszenierungChristoph Bornmüller
    Bühne & KostümeFranziska Just
Ateliertheater
Zwei Vertreter der Menschheit, vielleicht auch nur zwei Bühnenfiguren, sehnen sich nach einer Aufgabe und entscheiden sich für das Nächstliegende – für ein gemeinsames Kind. Nur verwehrt das Theaterstück ihnen ganz herzlos den Nachwuchs und erschafft stattdessen den LDF, einen Leiter des Fortgangs. Und der hat weniger Interesse an ihnen, als daran, wichtigen Leuten das Wort zu erteilen. Bedeutsames sollen die aussprechen, eine für die Ewigkeit geeignete Botschaft versenden – und zwar an das All. Ob sich der Kinderwunsch doch noch erfüllt, ist die Frage. Aber Redner, die auftreten, gibt es genug: Verzweifelte, Auferstandene, Wütende, Wiedergeborene, gekränkte Verlierer und vermeintliche Gewinner. Und sie alle suchen nach einem Sinn, nach Etwas, das ihrem Dasein zur Geltung verhilft. Hochkomisch und radikal mixt der vielfach ausgezeichnete Lyriker und Dramatiker Wolfram Lotz Grundannahmen, Wahrnehmung und die Furcht vor dem Verschwinden zu einem philosophischen Sprachfeuerwerk, das die Kritik das "klügste, unfasslichste und unverschämteste Stück der Gegenwartsdramatik" nannte.
Für Christoph Bornmuller, der 2014 den Conrad-Ekhof-Preis für hervorragende künstlerische Leistung erhielt, ist "Einige Nachrichten an das All" die erste Regiearbeit am Volkstheater Rostock.