• DER MESSIAS | Hung-Wen Mischnick, Tänzerin | Dorit Gätjen
Mit Probenbesuch!
Einführung: Der Messias
Von Georg Friedrich Händel / Tanztheater mit Musiktheater und Norddeutscher Philharmonie Rostock
    Großes Haus
    Am 2. November um 17:00 Uhr lädt das Regieteam in das Intendanzfoyer zu einer Einführung in die Inszenierung. Alle Interessierten haben anschließend die Möglichkeit, eine Bühnenprobe im Großes Haus zu besuchen.
    Der Eintritt ist frei!

    Als "Grand Musical Entertainment" 1742 in Dublin uraufgeführt und seit 1750 nahezu alljährlich in der Kapelle des Founding Hospital in London gespielt, kann Georg Friedrich Händels "Messias" auf eine einzigartige Rezeptionsgeschichte zurückblicken. 1741 in atemberaubend kurzer Zeit von nur drei Wochen für Wohltätigkeitsorganisationen entstanden, stellte Händel das Werk zu Lebzeiten vor allem für wohltätige Zwecke zur Verfügung. Die Londoner Aufführung zum Händelfest 1784 in der Westminster Abbey mit Musikliebhabern aus ganz England ebnete dann den Weg zu einer Aufführungstradition, die bis heute anhält und den "Messias" zum wichtigen Repertoirestück von Chören in aller Welt etablierte.
    "Der Messias" sei nicht nur Händels bedeutendstes Oratorium, sondern es stehe "unter den Hauptwerken der Tonkunst, von denen alle gebildeten Menschen etwas wissen müssen", an erster Stelle, schrieb bereits Ende des 19. Jahrhunderts der bekannte Rostocker Universitätsmusikdirektor und Leiter des Städtischen Orchesters Hermann Kretzschmar im Vorwort zu seinem Klavierauszug.
    Dabei war das auf Bibeltexten basierende Werk im liturgischen Ablauf des Gottesdienstes nicht zu gebrauchen und es erklang ausschließlich im Konzertsaal. Die Gliederung in drei Akte verweist jedoch auch auf eine theatralische Komponente, die Ausgangspunkt der Rostocker Inszenierung ist. Jeder der drei Teile kreist um einen Aspekt des Erlösers und zielt zugleich auf allgemeine existentielle Fragen der Menschheit.
    Das Volkstheater Rostock bringt Händels Werk in einer szenischen Aufführung der Tanzcompagnie mit Solisten des Musiktheaters, dem Opernchor und der Norddeutschen Philharmonie Rostock auf die Bühne.